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Auf den Straßen Europas unterwegs – im Transportgeschäft und als Botschafter der Stadt

Flotte Die Fahrzeuge von Glauchau-Trans tragen den
Namen der Stadt in alle ost- und west-
europäischen Länder.
Als größtes Transportunternehmen am Ort
hatte die einheimische Internationale Spedition
und Logistik GmbH von den Stadtvätern 1991
die Genehmigung erhalten, den Namen
Glauchau in der Firmenbezeichnung zu
verwenden.
Durchaus zum Wohle der Stadt, denn auch auf
diese Weise wird sie deutschland- und europa-
weit bekannt gemacht. Im Fernverkehr waren
ursprünglich elf Volvo- und Skania-Lastzüge
a 40 Tonnen im Einsatz.
Mittlerweile ist Glauchau-Trans im Dienst seiner Kunden mit 60 Mercedes Lastzügen unterwegs.
Die weiteste Tour mit 9.000 Kilometern hin und zurück führte nach Portugal.
Gefahren wird im Auftrag aller Branchen.
Von Apfelsinen bis Maschinen reicht die Fracht, die die Kraftfahrer schnell, sicher und pünktlich an ihren Bestimmungsort bringen. Das flexible Eingehen auf die Kundenwünsche ist für Glauchau-Trans ein Grundprinzip, um sich als ostdeutscher Betrieb im harten Wettbewerb der Branche zu behaupten.

Auch im Bereich des Autotransports haben sich die Glauchauer profiliert. Sie sind Partner des größten europäischen Dienstleisters, der Spedition Mosolf. Mit 21 Lastzügen, mit denen jeweils neun Pkw transportiert werden können, werden Fahrzeuge aller Typen in ganz Deutschland, in den Beneluxstaaten, in Frankreich und im ehemaligen Ostblock ausgeliefert. Auch hier ist zuverlässige Beförderung oberstes Gebot.

Auf genaue Zeit kommt es ebenso in den weiteren Leistungsbereichen „Just in Time“
und „Just in Sequenz“ an:
Von montags bis freitags fahrt rund um die Uhr im 17-Minuten-Rhythmus ein Fahrzeug vom Firmengelände in das VW-Werk Mosel. Es beliefert den Golf-Hersteller mit Armaturenbrettern, die im Werk Glauchau der VDO AG produziert werden. Es hat seinen Sitz auf dem Grundstück von Glauchau-Trans. Ein ähnlicher 24-Stunden Zustelldienst hat die Spedition zwischen einem Zwickauer Räder-Produzenten und dem VW-Werk eingerichtet. „Just in Sequenz“ beschreibt die zeitgenaue Lieferung zur Produktion.

Die GründerDass sich Glauchau-Trans nach der Wende als
rein ostdeutsches 140-Mann-Unternehmen
herausbilden und behaupten konnte, ist vor
allem der Courage und dem Unternehmergeist
von drei Männern zu danken.
Die branchenerfahrenen geschäftsführenden
Gesellschafter Bernd Keller, Jahrgang 1944,
Thomas Morgenstern, Jahrgang 1949, und
Gotthard Pfefferkorn, Jahrgang 1934,
nahmen die Geschicke des Betriebes
Ende 1991 in ihre Hände.

Mit ihrem Konzept, die bisherigen Arbeits-
plätze zu sichern und auf dem Gelände
weitere Firmen anzusiedeln, konnten sie die Treuhand überzeugen.
Sie erhielten den Zuschlag vor zahlreichen westlichen Mitbewerbern.

Alte LkwDamit wurde die Privatisierung einer Firma
abgeschlossen, die ihre Wurzel in einer
nach 1945 gebildeten kommunalen
Vereinigung hatte. Daraus entstand der
VEB Güterkraftverkehr und Spedition, der
später mit dem Personennahverkehr vereinigt
und 1969 als Betriebsteil mit 500 Be-
schäftigten dem Kraftverkehr Zwickau
zugeordnet wurde.

Bis zum Bau des neuen Gebäudekomplexes
1977/78 hatte der Betriebsteil neun
Standorte. Mit der Ausgliederung des
Personennahverkehrs begann 1991 die Entflechtung.

Nach einer längeren Überlegung fassten spätere Gesellschafter den Mut, die auf 130 Personen geschrumpfte Firma zu kaufen. „Wir sahen eine echte Chance für das erfahrene Team und wollten das über Jahrzehnte Gewachsene nicht zerschlagen lassen“, sagen sie. In Um- und Ausbau des Objekts sowie in neue Technik investierten sie acht Millionen Mark. Die bisherige Bushalle wurde der Reifenfirma Vergölst, das frühere Lager der Firma VDO vermietet. „Wir sind stolz auf das Geschaffene, ohne unsere Sorgen zu verniedlichen“, sagt das Gesellschafts-Trio.
 
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